KV-Wahlen Nordrhein 2022

Liste 1: DGVT plus – ein Plus für alle!


Bei der Wahl zur Vertreter­versamm­lung der Kassen­ärztlichen Vereini­gung Nord­rhein treten Psycho­logische Psycho­thera­peut*innen und Kinder- und Jugendlichen­psycho­therapeut*innen auf einer gemein­samen Liste mit dem Namen DGVT plus an – Liste 1. Die verbände- und verfahrens­übergreifende Liste vereint die lang­jährige Erfah­rung altein­gesessener Kolleg*innen mit der Tat­kraft junger und gleicher­maßen enga­gierter Kolleg*innen.

Das zentrale Anliegen dieser neuen, vom Deutsche Gesell­schaft für Verhaltens­therapie – Berufs­verband (DGVT-BV) koor­dinier­ten Liste lässt sich folgender­maßen zusammen­fassen:

Wir stehen für eine aktive Mit­gestaltung im Sinne einer hohen Trans­parenz in den Entscheidungs­prozessen der KV, für eine Berück­sichti­gung der Interessen von Psycho­thera­peut*innen in den KV-Posi­tionen und damit für gute und lang­fristig sichere Arbeits­bedingungen und eine best­mögliche psycho­thera­peutische Versor­gung aller Alters­gruppen.

Erreichen wollen wir diese Ziele, indem wir uns ins­beson­dere einsetzen für:

  • Kooperation und Trans­parenz: Wir wollen die Kolleg*innen über unsere Mailingliste in Entscheidungs­prozesse einbeziehen.
    Wir laden Kolleg*innen aller Verfahren und Verbände ein, auf unserer DGVT-Mailingliste nordrhein@lists.dgvt-bv.de Einfluss zu nehmen. Hier diskutieren Kolleg*innen zu Niederlassungs- und Abrechnungsfragen sowie über aktuelle berufspolitische Themen.
    Wenn Sie auf unserer Liste mitschreiben oder mitlesen möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an info(at)dgvt-bv(dot)de.
  • angemessene Hono­rare, die eine enga­gierte, hoch­wertige psycho­thera­peutische Versor­gung sichern. Die Hono­rare der nieder­gelassenen Psycho­thera­peut*innen und Kinder- und Jugend­lichen­psycho­thera­peut*innen sind im Ver­gleich zu anderen Fach­arzt­gruppen immer noch unzu­reichend. Proba­torische Sitzungen, Dia­gnostik und Psycho­thera­peu­tisches Gespräch werden weiter­hin nicht adäquat vergütet. Insbe­sondere unter Berück­sich­tigung der aktu­ellen Inflations­entwicklung besteht dringender Handlungs­bedarf.
  • eine bessere Verein­barkeit von Familie und Beruf. Vertretungs- und Entlastungs­möglich­keiten im Rahmen von Schwanger­schaft und Eltern­zeit, Pflege von Ange­hörigen oder dem eigenen vorüber­gehenden Krank­heits­fall sollen über­sicht­lich und ein­fach orga­ni­siert und am tat­säch­lichen Bedarf der nieder­gelas­senen Kolleg*innen orien­tiert sein. Die Möglich­keiten sollten klar und ein­heit­lich kommu­niziert werden.
  • Erhalt und Förderung einer patient*innen­orientierten, indivi­duali­sierten Behand­lung. Psycho­thera­pie ist Beziehungs­arbeit und erfordert ein Vor­gehen, welches die Indivi­dualität der Pati­ent*innen berück­sichtigt und ange­mes­sene Zei­träume für die auf den Ein­zelnen zuge­schnittene Behand­lung schafft.
  • Erst­zugangs­recht zu Psycho­thera­peut*innen und die freie Thera­peut*innenwahl. Wir lehnen eine Raster­psycho­therapie ab und fordern eine gleich­berech­tigte Betei­ligung der Psycho­logischen Psycho­thera­peut*innen an der Komplex­versor­gung psychisch kranker Menschen. Bei der Entwick­lung der Richt­linie für die Komplex­versor­gung von Kindern und Jugend­lichen werden wir uns dafür ein­setzen, dass die Kinder-und Jugend­lichen­psycho­thera­peut*innen von vorn­herein ent­sprechend berück­sichtigt werden.
  • die Garan­tie einer voll­stän­digen Über­nahme von Kosten der Digi­tali­sierung sowie einen größt­möglichen Patient*innen- und Daten­schutz. Ent­gegen der ur­sprüng­lichen Ankün­digung werden nicht alle Kosten der Tele­matik­infra­struktur (TI) über­nommen. Wir fordern Kosten­neutra­lität, adä­quaten Daten­schutz und die Entwick­lung zukunfts­fähiger und nach­haltiger Soft-und Hard­ware­lösungen. Kein Elektro­schrott!
  • den Ausbau und die Entwick­lung neuer flexibler Modelle der Koope­ration (Job-Sharing, Anstellung, MVZ). Abbau von Hürden bei der Aus­übung von Job-Sharing oder Anstellung, Ein­bezug unseres Berufsstandes bei der Entwick­lung neuer Modelle der Koope­ration unter Berück­sichtigung der spezifi­schen  Anfor­de­rungen psycho­thera­peutischer Praxen.
  • eine Qualitäts­sicherung, die den Psycho­thera­peut*innen nicht mehr Büro­kratie auf­bürdet; Entlastung von patient*innen­fernen Tätig­keiten. Derzeit wird vom GBA eine Richt­linie zur Qualitäts­sicherung für die ambu­lante Psycho­therapie ent­wickelt. Wir setzen uns dafür ein, dass die neuen Ansätze zur Quali­täts­sicherung unbedingt in einer Praxis­phase erprobt werden. Wir fordern eine schlanke Qualitäts­sicherung, wenden uns ent­schie­den gegen weitere Büro­krati­sierung und fordern den Abbau von pati­ent*innen­fernen Tätig­keiten.

Nur eine entschlossene und geschlossene gemein­same Vertre­tung der Interessen von Psycho­thera­peut*innen aus allen Berufs­bereichen und über Verbände- und Verfahrens­grenzen hinweg wird dazu führen, dass unsere Stimme in der Kassen­ärztlichen Vereini­gung künftig mehr Gewicht hat.

Gerade in Krisenzeiten braucht es eine innovative, schnell reagierende und starke berufspolitische Vertretung.

Wir vertreten Sie seit Jahren erfolgreich in unserer Kammer und würden uns freuen, Ihre Interessen auch in der KV zu stärken. Bitte unterstützen Sie unsere Liste DGVT plus mit Ihrer Stimme.

→  Zu unseren Kandidat*innen

Unsere aktuellen Veranstaltungen:

Mittwoch, 6. Juli 2022, 19:00–20:30 Uhr
„Kinderschutz in der Psychotherapie“ (Raquel Vazquez Perez)
Umgang mit Verdacht auf Kindeswohlgefährdung im psychotherapeutischen Alltag

Als Angehörige der Heilberufe können Psychotherapeut*innen auf vielfältige Weise Gefährdungen von Kindern und Jugendlichen wahrnehmen oder darüber Kenntnis erhalten. Der Umgang mit Verdachtsmomenten stellt uns allerdings vor eine besondere Herausforderung vor allem hinsichtlich der Güterabwägung zwischen Schweigepflicht und Schutzauftrag zum Wohle des Kindes. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sollten im psychotherapeutischen Kontext bekannt sein. Gleichwohl vermag jeglicher Verdacht verschiedene Unsicherheiten auszulösen, wie im individuellen Fall zu handeln ist. Ziel dieses Online-Vortrags ist es, Informationen zum Thema Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung zu vermitteln und so zu mehr Handlungssicherheit für den Fall der Fälle beizutragen.
Inhalte: Unterschiedliche Formen von Kindeswohlgefährdung, Rechtliche Rahmenbedingungen, Verfahrensstandards.

Die Veranstaltung findet im Online-Format statt und ist kostenfrei. Sie wurde mit 2 Fortbildungspunkten akkreditiert.

Bitte melden Sie sich an unter: nordrhein-westfalen(at)dgvt-bv(dot)de

Mittwoch, 13. Juli 2022, 19:00–20:30 Uhr
„Altern ist Entwicklung – Psychotherapie mit alten und sehr alten Menschen“ (Eva-Marie-Kessler)
Entgegen gängiger Vorurteile ist Psychotherapie im Alter nachweislich wirksam. Trotz Leitlinienempfehlungen sind jedoch alte Menschen immer noch äußerst schlecht versorgt. In dem Vortrag wird vorgestellt, wie die Versorgungssituation verbessert werden kann, und wie kognitive Verhaltenstherapie alternssensibel ausgestaltet und erweitert werden kann.

Die Veranstaltung findet im Online-Format statt und ist kostenfrei. Sie wurde mit 2 Fortbildungspunkten akkreditiert.
Bitte melden Sie sich an unter: nordrhein-westfalen(at)dgvt-bv(dot)de